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Waldmann OST: Bestehendes behalten, gezielt erweitert
Wie die Waldmann Orthopädie-Schuhtechnik GmbH ihre vorhandene Scan- und Einlagen-Lösung in einen erweiterten Fertigungsprozess integriert hat — ohne Systembruch.
Bei der Waldmann Orthopädie-Schuhtechnik GmbH war eine hochwertige technische Basis bereits vorhanden. Die Aufgabe war daher kein Neustart, sondern eine sinnvolle Erweiterung mit klarer Priorisierung. Nicht alles ersetzen, was funktioniert — sondern gezielt dort modernisieren, wo es im Alltag den größten Hebel hat.
Ausgangslage
Das vorhandene Scan-System und die etablierte Einlagen-Software haben sich im Alltag bewährt. Beides war über Jahre ins Team eingespielt, die Abläufe waren routiniert. Ziel war daher, diese Komponenten weiter zu nutzen und nur dort gezielt zu ergänzen, wo der Gesamtprozess durch zusätzliche Bausteine messbar gewinnt — etwa bei der Fertigung von Probeschuhen, Leisten und Fußbettungen, die bisher außer Haus gefertigt wurden.
Wie der Ausbau umgesetzt wurde
Scan-System und Einlagen-Software bleiben im Einsatz und sind in die neue Prozessstruktur eingebettet. Die Schnittstellen wurden so gestaltet, dass die Daten ohne Doppelerfassung in den weiteren Ablauf übergehen. Ergänzt wurde die Fertigung um die Hotbox Medical Line, die Probeschuhe, Leisten und Fußbettungen direkt im eigenen Haus produziert. Damit ist die Strecke vom Scan über die digitale Ausarbeitung bis zum fertigen Produkt geschlossen — bei vorhandenen Werkzeugen, wo sie sich bewähren, und mit neuen Bausteinen, wo sie den Ablauf stabilisieren.
Was das im Werkstattalltag bedeutet
Der Ausbau bringt mehr Geschwindigkeit und Stabilität in die Fertigung, ohne die gewohnten Werkzeuge im Team zu ersetzen. Das Team arbeitet weiter mit der bekannten Software, profitiert aber von einem geschlossenen Ablauf vom Scan bis zur fertigen Versorgung. Externe Wartezeiten entfallen für die Produkte, die im Haus gefertigt werden, und die Planung wird dadurch verlässlicher.
Was modulare Einführung bedeutet
Der Ansatz zeigt, wie das Leistenmacher-System in einem gewachsenen Betrieb eingeführt wird: nicht als Komplettaustausch, sondern als modulare Erweiterung mit klar priorisierten Bausteinen. Was funktioniert, bleibt. Was den Alltag ausbremst, wird gezielt ersetzt. Diese Reihenfolge — bewerten, behalten, gezielt ergänzen — ist im Alltag entscheidend, weil sie das Risiko eines Systembruchs minimiert und den Betrieb jederzeit handlungsfähig hält.
„Der modulare Aufbau war für uns entscheidend. Wir konnten Bewährtes behalten und genau die Komponenten ersetzen, die uns im Alltag ausgebremst haben."
— Karl Waldmann, Inhaber Waldmann Orthopädie-Schuhtechnik GmbH