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Dierolf GmbH: schneller in die Erstversorgung — Schritt für Schritt aufgebaut
Wie die Dierolf GmbH den Wechsel zur Eigenfertigung im laufenden Betrieb umgesetzt hat — ohne Bruch im Werkstattalltag.
Bei der Dierolf GmbH stand von Anfang an ein klares Ziel im Mittelpunkt: schneller in die Erstversorgung kommen, ohne den Werkstattalltag zu unterbrechen. Die Umstellung wurde bewusst in Etappen geplant und im laufenden Betrieb umgesetzt — Schritt für Schritt, mit klaren Prioritäten.
Ausgangslage
Vor der Umstellung war ein erheblicher Teil der Versorgung von externen Lieferzeiten geprägt. Probeschuhe, Leisten und Fußbettungen kamen aus externer Fertigung, was die Planung erschwerte und Folgetermine teilweise verzögerte. Die Eigenfertigung sollte stabil im Ablauf ankommen, bevor weitere Bausteine ergänzt werden. Stabilität zuerst, dann Ausbau — dieser Grundsatz hat den ganzen Prozess geprägt.
Wie das System eingeführt wurde
Mobile 3D-Erfassung, digitale Ausarbeitung, Druck und Auftragsverwaltung wurden Schritt für Schritt zusammengeführt. Die Erfassung läuft heute mit dem Mobiltelefon der Technikerinnen und Techniker — Scan im Kundentermin, direkt verfügbar in der digitalen Ausarbeitung. Probeschuhe, Leisten und Fußbettungen werden anschließend durchgängig im eigenen Haus auf der Hotbox Medical Line gedruckt. Die Einlagenfertigung wird in derselben Strecke schrittweise integriert.
Die Werkstatt- und Auftragsverwaltung hält dabei alle relevanten Informationen zusammen: wer wurde versorgt, was wurde gefertigt, wo liegt es. Übergaben im Team werden klarer, und der Status einer laufenden Versorgung ist jederzeit nachvollziehbar.
Was sich im Alltag verändert hat
Die Erstversorgung läuft spürbar schneller. Die Werkstatt ist entlastet, weil weniger auf externe Lieferungen gewartet werden muss. Über die mobile Erfassung können Patientinnen und Patienten auch im Altenheim oder zu Hause aufgenommen werden — ein Punkt, der für viele Versorgungssituationen den Unterschied macht. Die Planung wird verlässlicher, weil mehr Schritte unter Kontrolle des eigenen Betriebs stehen.
Wie es weitergeht
Im nächsten Schritt wird die Einlagenfertigung vollständig in den durchgängigen Ablauf integriert. Damit deckt der Betrieb alle vier Produktbereiche — Einlagen, Probeschuhe, Leisten und Fußbettungen — in derselben Werkstatt ab.
„Seit der Umstellung versorgen wir schneller und deutlich strukturierter. Die Werkstatt ist entlastet, und wir können viele Fälle früher abschließen."
— Katja Wiedmann, Inhaberin Dierolf GmbH